Donnerstag, 1. August 2013

Leute, die Jesus brauchen kann...


Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt? Ich ja und das sogar sehr oft. Da kommen dann so Fragen auf wie:

Bin ich überhaupt gut genug?
Was kann ich denn Besonderes das Gott an mir Interesse hätte?
Kann ich mich überhaupt an Gottes Wort halten?
Was passiert wenn ich das nicht tue?

Die Liste könnte ich jetzt noch ewig weiterführen. Aber die Antwort ist ganz simple und wirklich beruhigend und keiner hätte es schöner sagen können als unser Hans-Peter Royer in seinem Video

JEDEN der LEBT

Die ganzen Zweifel an dir selbst sind total unnötig!

Gestern habe ich einen wundervollen Text im Internet dazu gefunden den ich gerne mit euch teilen möchte.Geschrieben von Jürgen Harting, einem evangelischem Pastor.

2. Der Geist Gottes – ein Geist der Kindschaft, nicht der Knechtschaft
“Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen (knechtenden) Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“
Paulus verwendet das Bild eines gehobenen römischen Haushaltes. Da gab es die Sklaven, die vor allem gehorsam sein mussten, damit ihr Herr mit ihnen zufrieden war, und falls nicht, dann hatten sie Schläge zu fürchten.
Und dann waren da die Kinder des Hausherrn, die waren schon für sich wert geachtet, sie waren frei, sie haben ein inniges, liebevolles und vertrauensvolles Verhältnis. Und weil das so war, taten sie von sich aus, was dem Willen des Vaters entsprach.
Ich weiß, einige Eltern denken jetzt: „Ach wären meine Kinder doch auch so...“.
Es geht hier nicht um ein Ideal, wie Kinder sich gegenüber ihren Eltern verhalten, sondern um eine positive Grundhaltung im Verhältnis von Kindern zu ihren Eltern. Und in ein solches inniges Verhältnis gegenüber Gott möchte uns der Heilige Geist hinein nehmen.
Der Geist Gottes ist ein Geist der Kindschaft und der Freiheit, nicht des Zwanges.
Es gibt Christen, vielleicht auch unter uns, die leben eher wie Gottes Sklaven anstatt wie Gotteskinder. Die versuchen aufrichtig nach Gottes Willen zu leben, nach den 10 Geboten und nach allem, was die Bibel so her gibt – aber nicht aus Liebe zu ihrem himmlischen Vater, sondern weil sie tief in sich drin diese Furcht haben: wenn ich nicht nach Gottes Willen lebe, dann wird mich Gott strafen und ich lande eines Tages, wenn ich mal gestorben bin, in der Hölle.
Die mühen sich ab, und laufen mit einem chronisch schlechten Gewissen herum, weil sie merken: alles tue ich ja doch nur widerwillig.

Um es mit unserem Bild des Bootes auszudrücken: Sklaven segeln nicht, Sklaven rudern. Rudern ist anstrengend, und irgendwann, wenn man kaputt ist, schmeißt man, wenn man kann, den Laden hin, oder bleibt (aus Angst vor der Hölle) in der Tretmühle, die einem auch auf Dauer keine Glücksgefühle einbringen wird.
Manchmal spielen da auch Wunden und Verletzungen aus der Kindheit eine Rolle. Es gibt Kinder, die bekommen von ihren Eltern her das Gefühl (und meistens geschieht das unbeabsichtigt):
- Ihr liebt mich ja nur, wenn ich das tue, was ihr sagt
- oder wenn ich gute Noten nach Hause bringe
- oder immer schön hilfsbereit bin.
Wenn es dann irgendwann um die Beziehung zu Gott geht, dann denken sie, bei Gott ist es genauso:
„So wie ich mir bei meinen Eltern die Zuneigung und Anerkennung verdienen musste, so wird mich Gott sicher erst dann lieben, wenn ich nach seinen Vorstellungen lebe und immer schön Gutes tue.“
Gott will keine Sklaven, er will Kinder!
Und dann gibt es Menschen, die treibt ein unstillbares Verlangen nach Anerkennung und Selbstbestätigung – die anderen durch ihr christliches Engagement zeigen wollen, wie toll sie sind. Auch das ist eher das Verhalten eines Sklaven, nicht das eines Kindes.
Gott will keine Sklaven – Er will Kinder, die verstehen, dass seine Liebe zu uns an keinerlei Bedingung geknüpft ist.
Er möchte, dass wir ein kindliches Vertrauen zu ihm entwickeln, wie zu einem guten Vater. Er möchte, dass wir uns an der Beziehung zu ihm freuen können, und genau dabei will uns der Heilige Geist helfen, ohne uns zu zwingen.
Wir haben vorhin in der Lesung gehört, wie einer von den zehn Aussätzigen zu Jesus zurückkommt. Dazu hat ihn niemand gezwungen, er tat es aus freien Stücken – er war so glücklich und dankbar über seine Heilung und das neue Leben, das Jesus ihn ermöglicht hat, dass er es Jesus unbedingt sagen muss. Und das ist das Wirken des Heiligen Geistes.
Der Geist Gottes will uns deutlich machen, was wir an Gott haben. Er will uns offenbar machen, täglich neu, wie wundervoll die Gaben Gottes an unser Leben sind. Er will uns täglich neu fassen lassen, was Gott in seiner Liebe durch Jesus für uns getan.
Indem wir das fassen lernen, kann der Geist unserem Boot des Glaubens den nötigen Antrieb geben. Damit unser Christsein kein mühseliges Rudern mehr ist, sondern mehr und mehr ein freudiges Segeln wird.

Der Heilige Geist wirkt in uns darauf hin, dass wir freiwillig und in Dankbarkeit auf die Liebe Gottes antworten.
Nicht dass Gott es nötig hätte, unsere Dankbarkeit zu erfahren: uns selbst tut diese Dankbarkeit gut – sie gibt uns Rückenwind für unser Leben. Wir betrachten unser Leben positiver – und das motiviert!
Der Heilige Geist will uns dort hinbringen, dass wir nicht länger leben, was wir selber eigentlich nicht sind, sondern dass wir aus tiefstem Willen und tiefster Liebe und Dankbarkeit leben, was wir sind – nämlich Gottes Kinder und Erben.

Und hier das Video von Hans-Peter Royers Predigt darüber. Hab ich mir heute erst wieder angeschaut und es ist unheimlich bewegend und  beruhigend zu wissen das Gott uns alle brauchen kann!



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